Nautik & Landkarten

Mit Bildern orientieren

Nicht alles, was im Menschen wirkt, lässt sich sofort in Worte fassen.

Die Nautik des Menschen übersetzt innere und äußere Bewegungen in Bilder.

Landkarten helfen dabei, Zusammenhänge zu betrachten, ohne einen Menschen festzulegen.

Sie zeigen keine endgültige Wahrheit. Sie eröffnen Blickrichtungen.


Die Nautik des Menschen ist die Bildsprache innerhalb der Visuellen Systempsychologie. Sie verwendet Bilder wie Nebel, Strömungen, Häfen, Leuchttürme, Anker, Karten und Kurswechsel, um menschliche Erfahrungen verständlicher zu machen. Nicht, um Menschen zu bewerten. Sondern, damit Orientierung entstehen kann.

Leben ist Bewegung

Menschen bewegen sich durch Erfahrungen, Beziehungen, Entscheidungen, Bedeutungen und Systeme.

Nicht alles ist sofort sichtbar

Manche Zusammenhänge sind klar. Andere liegen im Nebel oder wirken wie Strömungen unter der Oberfläche.

Bilder schaffen Abstand

Ein Bild kann helfen, etwas zu betrachten, ohne es vorschnell zu beurteilen oder festzuschreiben.


Der Nebel

Was noch nicht klar erkennbar ist

Die Strömung

Was unter der Oberfläche wirkt

Der Leuchtturm

Ein Orientierungspunkt, keine Anweisung

Der Hafen

Ankommen, innehalten und sortieren

Der Kompass

Werte, Richtung und innere Ausrichtung

Der Anker

Halt, Pause und Verbindung zum gegenwärtigen Ort

Aus Bildern werden Landkarten
Ein einzelnes Bild kann einen Moment verständlicher machen.

Eine Landkarte verbindet mehrere Blickrichtungen miteinander.

Sie fragt nicht nur:
Was geschieht in mir?

Sie fragt auch:
Was wirkt um mich herum, was hat eine Geschichte und welche Möglichkeiten werden sichtbar?
Was sind VSP-Landkarten?
VSP-Landkarten sind visuelle Orientierungshilfen. 
Sie machen sichtbar, wie innere Prozesse, äußere Bedingungen, körpernahe Reaktionen, Beziehungserfahrungen und Wahlmöglichkeiten miteinander verbunden sein können.

Eine Landkarte sagt nicht:
So bist du.

Sie fragt:
Was könnte hier sichtbar werden?

Innere Landkarten

Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, Überzeugungen und innere Anteile.

Äußere Landkarten

Situationen, Personen, Orte, Zeiten und Konstellationen.

Landkarten des Nervensystems

Aktivierung, Rückzug, Erstarrung, Anpassung und Schutz.

Landkarten der Muster

Wiederholungen, frühere Antworten und heutige Möglichkeiten.

Landkarten der Beziehungen

Nähe, Abstand, Rollen, Resonanz und Wechselwirkungen.

Landkarten des Selbstbezugs

Wie ein Mensch sich selbst begegnet, beurteilt, antreibt oder schützt.

Landkarten sind keine Schubladen
Eine VSP-Landkarte ist kein Urteil.
Keine Diagnose.
Kein Etikett.
Kein fester Zustand.

Sie ist ein Arbeitsbild.
Ein Orientierungspunkt.
Ein Anfang.

Was sichtbar wird, darf weiter geprüft, bewegt und neu verstanden werden.
Beginne mit einer Frage
Dein nächster Startpunkt kann eine Frage sein.

Welche Erfahrung wiederholt sich?
Welche Situation bringt mich aus dem Gleichgewicht?
Welche Beziehung berührt etwas in mir?
Welche Reaktion verstehe ich noch nicht?
Welche Möglichkeit möchte sichtbar werden?