Jacqueline Stroka
Seit vielen Jahren begegne ich Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen – mit ihren körperlichen Reaktionen, Beziehungserfahrungen, inneren Mustern, Fragen, Widersprüchen und Besonderheiten.

Dabei wurde mir immer deutlicher, dass ein einzelner Blickwinkel nur selten ausreicht, um Menschsein wirklich zu verstehen. Aus der Verbindung von beruflicher Erfahrung, psychologischem Wissen, genauer Beobachtung und bildhaftem Denken ist die Visuelle Systempsychologie entstanden.

Selbst beschreibe ich mich als neugierig, manchmal sogar bis zur gelegentlichen Zumutung. Ich habe für andere die lästige Angewohnheit, bei einer scheinbar einfachen Erklärung noch drei Türen, zwei Kellerluken und einen verdächtig wackelnden Bilderrahmen mit Geheimzimmer zu entdecken.
Mein Kopf denkt selten in geraden Linien; er baut Karten, Querverbindungen, Bilder, Prüfwege und nebenbei gern noch ein neues Tier für den Zoo.
Eine meiner größten Stärken ist, dass ich sehr genau hinschaue, Widersprüche bemerke und mich mit „Das ist eben so“ nur ausgesprochen schwer abspeisen lasse.
Dummerweise ist genau das auch eine meiner Schwächen: Wo andere längst Feierabend machen, finde ich noch eine Fußnote, die dringend ein eigenes Universum braucht.
Ich kann komplexe Zusammenhänge auseinandernehmen, neu zusammenpuzzlen und so übersetzen, dass aus diffusem Kuddelmuddel etwas Sichtbares und Verständliches entsteht.
Geduld mit schlechten Erklärungen gehört dagegen eher nicht zu meiner Grundausstattung; mein innerer Stift wird erstaunlich schnell gezückt.
Ich liebe Struktur – was angesichts der Tatsache, dass ich regelmäßig neue Ideen in meine eigene Struktur werfe, durchaus eine gewisse Komik besitzt.
Mein Anspruch ist hoch, mein Ideenmotor hat offenbar keinen TÜV-Begrenzer, und gelegentlich muss ich feststellen, dass ein Tag weiterhin nur 24 Stunden hat, obwohl ich dagegen bereits mehrfach gedanklich Einspruch eingelegt habe.
Ich kann hartnäckig sein, mich festbeißen, Dinge wieder und wieder prüfen und dadurch ziemlich weit kommen; dieselbe Hartnäckigkeit kann mich allerdings auch noch mit einer Frage beschäftigen, die andere längst mit einem Schulterzucken entsorgt hätten.
Menschen interessieren mich dort, wo sie widersprüchlich, unordentlich, klug, verletzlich, eigensinnig und eben menschlich werden – nicht dort, wo sie sauber in eine Schublade passen.
Ich verteile deshalb lieber Landkarten als Gebrauchsanweisungen und stelle Fragen, bevor ich jemandem erkläre, wer er angeblich ist.

ELAM ist für mich aus diesem Grund auch kein Aussichtsturm, von dem aus ich anderen beim Leben zuschaue: Ich laufe selbst mit, verlaufe mich, ändere Routen, fluche über Umwege, entdecke neue Wege und muss meine eigenen Karten gelegentlich mit einem kräftigen „Ähm … so war das nicht geplant“ neu zeichnen.

Genau deshalb lade ich zu dieser Expedition ein - nicht als Mensch mit fertiger Antwort, sondern als jemand, der selbst unterwegs ist – mit Kompass, Fragezeichen, einer gewissen Portion Dickkopf und inzwischen verdächtig viel tierischem Personal im Gepäck.

Mit ELAM biete ich dir an, auf nicht vorgegebenen Wegen zu gehen und Räume zu entdecken, in denen du dich, eigene Startpunkte und deine Möglichkeiten entdecken darfst.

Mein beruflicher und persönlicher Hintergrund
Ich bin Physiotherapeutin, Heilpraktikerin, Heilpraktikerin für Psychotherapie und studiere Psychologie. Neben meiner fachlichen Arbeit bin ich Mutter und lebe in einer langjährigen Partnerschaft.