ELAM beginnt dort, wo Gebrauchsanweisungen für Menschen endgültig albern werden. Leben hält sich weder an Checklisten noch an hübsche Drei-Schritte-Pläne. Menschen denken widersprüchlich, fühlen gleichzeitig in mehrere Richtungen, wiederholen Dinge, die sie längst verstanden haben, treffen brillante Entscheidungen und fünf Minuten später welche, bei denen selbst der eigene Verstand kurz den Raum verlässt.
Genau dort setzt ELAM an.
Hier wird geguckt, gefragt, sortiert, verworfen, neu gedacht und gelegentlich auch kräftig am Teppichrand gezogen, wenn darunter etwas verdächtig wackelt. Gedanken, Gefühle, Beziehungen, Erfahrungen, Muster, Rollen, Erwartungen und äußere Umstände werden dabei nicht zu Beweisen dafür erklärt, dass mit einem Menschen etwas „nicht stimmt“. Sie sind Spuren, Hinweise, Wegmarken. Mitunter auch Sackgassen mit bemerkenswert überzeugender Beschilderung. ELAM verspricht kein Ziel namens „fertiger Mensch“. Diese Expedition hat keinen Endbahnhof und keinen Pokal für besonders gelungene Selbstoptimierung.
Sie beginnt mit einer deutlich unbequemeren Frage: Wo stehe ich eigentlich gerade – und was davon möchte ich genauer ansehen? Von dort aus darf verstanden, geprüft, gelacht, geflucht, umgedreht, weitergegangen oder auch erst einmal stehen geblieben werden.Leben ist die Aneinanderreihung von Startpunkten.
Gedanken, die mich geprägt haben und manchmal verdächtig selbstverständlich klingen – heute noch einmal unter dem Skalpell.
Was von alten Lebensweisheiten übrig bleibt, wenn man genauer hinschaut.